Zwei Messen mit Zukunft

(cooppa, Fritz Hinterberger, 11.05.2018)

Am 5. und 6. Mai 2018 fanden in der Wiener METAStadt“, einer relativ neu adaptierten Event-Location am Rande der Stadt, einem ehemaligen Fabriksgelände, gleich zwei recht unterschiedliche Veranstaltungen mit Bezug zur Transition in eine nachhaltige Gesellschaft statt.

Zum einen machte die „Green World Tour – Autarkia“ nach Stuttgart und München erstmals in Wien Station . „75 Aussteller präsentierten  in vier Messebereichen (Technologie & Wissenschaft, Lifestyle & Konsum, Studium & Karriere sowie Nachhaltige Banken & Versicherungen) neueste Produkte und Dienstleistungen für den grünen Lebensstil“, so das Resume der Website zur „erfolgreichen Premiere“. Berlin, Hamburg und Münster sollen folgen. Ein buntes Bild einer wirtschaftlich erfolgreichen Nachhaltigkeitsszene im deutssprachigen Raum  präsentierte sich auf über 1500m2 im ehemaligen Wagenwerk: E-Autos, -Roller und -Motorräder, vegan-ökologische Kost, faire Mode und Bio-Stoffe oder Kinderspielzeug aus nachhaltigem Holz  – vom Wiener Wohnwagon über das Biohotel Retter, das Gütesiegel GREEN BRANDS bis zur privaten Modul Universität und Global 2000, dem Österreich-Ableger von Friends of the Earth (und somit Schwesterorganisation des deutschen  BUND) .

Als GREEN BRANDS, die Marken in Deutschland und Österreich auszeichnen, freue man sich mit dabei zu sein und hier neue Kontakte Unternehmen und KundInnen zu schließen über ausgezeichnete Marken und den Hintergrund von GREEN BRANDS zu informieren, sagte Norbert Lux, Mastermind von Green Brands International, einer der 75 Aussteller. Eine Fortsetzung 2019 ist geplant.

 

Wesentlich quirliger ging es nebenan in der METAHall zu, wo 12.000 BesucherInnen zur Maker Faire Vienna, Österreichs größtem Do-It-Yourself-Festival rund um Technologie, Innovation und Wissenschaft kamen. Da wurde auf zwei Etagen und im Außenbereich gebastelt, 3-D-gedruckt, geknetet und diskutiert, was das Zeug hielt. Das vivihouse, ein ökologisches Selbstbau-System, mit dem bis zu 6-geschossige Gebäude in der Stadt selbst gebaut werden können, präsentierte seine Gebäudemodule zum ersten Mal der Öffentlichkeit.

Die Maker-Community sei sehr praxisorientiert, kreativ und anwendungsorientiert und werde daher höchstwahrscheinlich in Zukunft einen Teil der Baugruppen des Projekts ausmachen, meinte Mikka Fürst, einer der InitiatorInnen von vivihouse.

 

Zu den Highlights zählte außerdem der Citroën AMI 6 des niederländischen Künstlerkollektivs Exoot, das im Outdoor-Bereich mit Performances für Staunen und Begeisterung unter den BesucherInnen sorgte (siehe Beitragsbild). Ihren Ursprung hat die Maker Faire in den USA, mittlerweile gibt es das DIY-Festival weltweit jährlich 191 Mal in 38 Ländern statt. Die vierte Wiener Maker Faire ist für 4. und 5. Mai 2019 geplant.

Links:

Beitragsbild: Exoot – AMI 6: Highlight im Outdoor-Bereich (Quelle: https://makerfairevienna.com/presse)

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