#Zukunftstaucher – Kescher Nr. 2 | Aktuelle Zukunftsmeldungen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft vom 18.10.2019

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(cooppa, 18.10.2019) In diesem Jahr ist die Zukunft neu entdeckt worden. Die FridaysForFuture-Bewegegung der jungen Generation, die derzeit der Klimapolitik in vielen Ländern Beine macht, hat die Zukunft richtigerweise in ihren Namen aufgenommen. Auch der Nachhaltigkeitsjournalismus, den cooppa vertritt, ist „der Zukunft zugewandt“. Daher beginnen wir jetzt mit einer kontinuierlichen Sammlung von Zukunfts-News und Zukunfts-Terminen, um auf die vielfältigen Aktivitäten, die es jetzt schon gibt, aufmerksam zu machen und beispielgebend für weitere Aktiviäten zu wirken, die sich für eine nachhaltige Zukunft engagieren.
Die Redaktion

Start am Montag: Open Space für Zukunftsthemen

Klaus Burmeister: Der Zukunft eine Stimme geben, ist das Motto, dass jetzt ausgefüllt, interpretiert und gestaltet werden wird. Immer wieder montags, eröffnen wir einen kuratierten Open Space für Zukunftsthemen.  Wir starten am 21. Oktober und enden die Experimentierphase am 16. Dezember. Die Inhalte kommen von Euch und Ihr gestaltet das Programm. Ihr seid die Zukunftsheros für den Tag und die (max.) Stunde. Ein Wunsch wäre es, dass Ihr auch neue Formate mitdenkt und erprobt, z. B. mit “pro & contra” handiert oder mit Interaktionen/Interventionen, oder auch mit Liveschaltungen oder gar mit einer interaktiven Performance Euren “future slot” innovativ gestaltet. Solltet Ihr technische Fragen haben, stellt Sie, wir antworten und helfen, wenn wir können.

Der OpenSpace4Future wird, wenn, immer montags um 18 Uhr eröffnet und nach max. 60 Minuten wieder geschlossen. Anfang 2020 werden wir unsere Erfahrungen gemeinsam auswerten und die nächsten Schritte andenken.
Montag, 21. Oktober, 18 Uhr: Thema: – Warum mich Zukunft interessiert?  (wahrscheinlich via Skype, aber bitte mit Headset) – Die Zukunftsmoderatoren: Klaus Burmeister und Gunnar Sohn
Das Format: Jede/jeder hat 60 Sekunden Zeit für ein Statement. Der Montag dient also dem Kennenlernen. Wer ist dabei, warum und was treibt diejenigen. Danach soll es inhaltlich werden…
Link zur Terminliste der Twitter-Ringvorlesung

Tataaaa: #Zukunftstaucher hat gewonnen

Ein Hashtag um der Zukunft eine Stimme zu geben – darum ging es bei einer Online-Abstimmung vergangene Woche. Es gab in den letzten Stunden bis zum Abschluss der Umfrage ein zähes Ringen zweier Fraktionen: #Zukunftstaucher und #Zukunftskurator. Durchgesetzt haben sich die hartnäckigen Fans von #Zukunftstaucher. Das Umfragetool wurde eifrig beackert.  So soll es sein. Hier noch die anderen Vorschläge fürs Protokoll. Vielen Dank für die rege Beteiligung. Jetzt sollte die Hashtag-Aktion mit Inhalten gefüllt werden.

4 Futures auf dem Entrepreneurship Summit in Berlin

Am 17. und 18, Okt. 2019 sind in Berlin die Summer School Workshops zu sehen als experimenteller Pre-Entrepreneurship Summit 2019 – Programm hier. Das Treffen wird vor, zum Teil während parallel zum Samstag-Sonntag Entrepreneurship Summit am 19.- 20. Okt. 2019 stattfinden.

Zum Hintergrund: In Zeiten von Fridays4Future, science4future, educators4future, entrepreneurs4future, Parents4Future, filmmakers4future… geht es „4 Futures“ darum, zu schaffen, zu bauen, zu verhandeln, Räume und Futures zu teilen. Ein guter Grund, um zu präsentieren: „Was wirklich zählt“ und „Dinge der Konsequenzen“. Es geht nicht nur um Fridays4Future als „Wake-up“ Anrufe, sondern wir blicken zurück und vorwärts, Mikro-und makroskopisch, über Systeme, Schuppen, Sektoren, Zeiten, Muster, Felder, Kulturen, Sprachen, … um Unterschiede zu machen, die wichtig sind.

Bei diesem Kick-off-Experimental-Event geht es um Design und Umsetzung von möglichen, positiven Futures. Basierend auf dem Konzept von UNTERNEHMERTUM denken wir an sozio -, kulturell -, bürgerlich -, kreativ -, und Systeme / ganzheitliches Unternehmertum.
Im Open-Space Open-FORUM Format testen wir seit 10 Jahren auf dem Entrepreneurship Summit tiefe Begegnungen & Match-Making
Link zum Programm

Wie viel Zukunft steckt im Forschungsministerium?

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bezeichnet sich gern als das „Zukunftsministerium“ der deutschen Bundesregierung. Was bedeutet, in der Forschungsadministration länger als nur eine Legislaturperiode vorauszudenken und zu planen. In diesem Monat hat das BMBF einen neuen Zukunftsbeirat eingesetzt, in dem externe Experten nach den großen Langfristtrends Ausschau halten sollen. Es ist der dritte „Foresight“-Zyklus, den das Ministerium gestartet hat. Bislang mit wenig Wirkung auf die Politik der Bundesregierung. So sieht es der Berliner Zukunftsexperte Klaus Burmeister, Mitautor der Studie „Deutschland D2030“.
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Sprunginnovationen jenseits des Silicon Valley-Turbokapitalismus: Ideen von @rafbuff

Die Alternative zu immer billiger, immer flexibler ist die Erzeugung einer neuen Welle von Neukombinationen, einer neuen Basisinnovation. Ansonsten verharren wir in der Logik der DAX-Konzerne – höhere Gewinne durch niedrigere Löhne, Stellenabbau, niedrigere Steuern und Auslagerung. Wie will sich da nun die Regierungsagentur für Sprunginnovationen positionieren? Im Gespräch mit Technology Review (November-Ausgabe ist gerade erschienen) gibt Gründungsdirektor Rafael Laguna de la Vera ein paar Antworten.
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Neues von den Zukunftsreportern

Zukunftspolitik in Brüssel

In diesen Tagen überprüft und bestätigt das EU-Parlament die Kandidaten für die neue EU-Kommission unter Leitung von Ursula von der Leyen. Interessant sind dabei nicht nur die Personen der zukünftigen Amtsinhaber, sondern auch die neuen Zuschnitte der Ressorts. Überraschenderweise sind die Begriffe Wissenschaft und Forschung aus den Amtstiteln der Kommissare verschwunden. Bisher war der Portugiese Carlos Moedas „EU-Kommissar für Wissenschaft, Forschung und Innovation“. Im neuen Gremium soll die Bulgarin Mariya Gabriel diesen Bereich leiten. Sie gehörte als Verantwortliche für digitale Wirtschaft und Gesellschaft bereits der alten Kommission an. Nun führt sie das Gebiet, unter dem auch die Wissenschaft firmiert. Aber Gabriels Titel wird „Kommissarin für Jugend und Innovation“ sein. Manche mögen sagen, dass Namen nur Schall und Rauch sind. Trotzdem halten wir den Verzicht auf die Wissenschaft für eine bemerkenswerte Entwicklung.

Woran wir gerade arbeiten

Wir Zukunftsreporter schreiben nicht nur Texte für unsere Webseite, sondern wollen auch mit anderen Ideen die Debatte über die Zukunft ankurbeln. Am Montag startet eine Kooperation mit der Universität Stuttgart und dem Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT). In einem Projektseminar zum Thema „Künstliche Intelligenz und wir“ sollen Studierende verschiedener Fachbereiche während des Wintersemesters lernen, wie sich komplizierte Themen für einen öffentliche Auseinandersetzung aufarbeiten lassen. Auch für uns ein spannendes Experiment.

Die neue Story: Das Streben nach einem gesunden Kind

Der Bluttest für Trisomie 21 ist mittlerweile Kassenleistung. Jetzt folgt der nächste Test: diesmal Mukoviszidose. Eine spannende Diskussion ist nicht mehr aufzuhalten: Was müssen Eltern über ihr ungeborenes Kind wissen? Ein Zukunftsszenario.
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»Hallo, deine Zukunft sieht scheiße aus!«

Sie mobilisieren mit der Angst vor der Klimakrise und ihre Protestmittel sind nicht immer legal. Perspective Daily war bei der ersten großen Aktion von »Extinction Rebellion« in Deutschland dabei – und hat ihnen die Fragen der Leser gestellt.
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Greta Thunberg erhält Chemnitzer Nachhaltigkeitspreis

Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg wird in diesem Jahr den Nachhaltigkeitspreis der Sächsischen Carlowitz-Gesellschaft mit Sitz in Chemnitz erhalten. Thunberg trete „authentisch für die Rechte ihrer Generation ein“ und begeistere „weltweit für den Schutz des Blauen Planeten“, heißt es in der Begründung der Carlowitz-Gesellschaft. Thunberg erhält den Preis in der Kategorie Jugend gemeinsam mit dem Münchner Umweltaktivisten Felix Finkbeiner, Gründer der Initiative Plant-for-the-Planet, deren Ziel die Wiederaufforstung von zerstörten Wäldern ist.
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In Memoriam: Hermann Scheer – ein Politiker, der uns wirklich etwas zu sagen hatte…

Hermann Scheer hatte uns viel zu sagen. Vor allem Wahrheiten. Zu Erneuerbaren Energien und deren Bedeutung für Umwelt, Klima, Frieden. Damit wurde er weit über die Grenzen seiner Partei SPD hinaus aufmerksam gehört und beachtet. Und dass er als einer der Väter des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die politischen Grundlagen gelegt hat, damit die regenerative Stromerzeugung in Deutschland vorangetrieben werden und erfolgreich in den Markt kommen konnte, das ist allgemein anerkannt.
Vor neun Jahren, am 14. Oktober 2010 ist Hermanns Stimme verstummt. Die gesamte Redaktion der DGS-News ist darüber sehr traurig.
Genauso aber sind wir traurig, dass es augenscheinlich aktuell keine entscheidenden PolitikerInnen gibt, die wie Hermann Scheer solche Wahrheiten zu Klimakollaps und Energiewende erkennen und sich trauen, diese auch öffentlich, kraftvoll und ehrlich zu vertreten.
Deshalb danken wir hiermit dem Filmemacher und diesjährigen Eurosolar-Sonderpreisträger Carl-A. Fechner herzlich für die Produktion dieses Drei-Minuten-Filmes über Hermann Scheer, den Gründer von Eurosolar.
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Universität für angewandte Kunst Wien auf dem Weg zur University for Future – Fridays for Future sind Inspiration und Auftrag zugleich

Die Universität für angewandte Kunst Wien bringt ihre Wertschätzung und Unterstützung für die Fridays for Future-Bewegung zum Ausdruck und macht sich selbst auf den Weg, eine University for Future zu werden. Die Aktivitäten der jungen Menschen sind ihr Inspiration und Auftrag zugleich. „Die Radikalität, mit der die Aktivistinnen und Aktivisten ihre Forderungen formulieren, entspricht dem Ernst der Lage“, erklärt der Rektor der Universität, Gerald Bast, am heutigen Earth-Strike-Friday, der national wie international wieder viele, vorwiegend junge Menschen, für ein aktives Handeln angesichts des Klimanotstandes mobilisiert. Der unermüdliche Einsatz für die notwendige Kehrtwende in der Klima- und Umweltpolitik und für eine lebenswerte Zukunft nötigt den Universitätsangehörigen Respekt und Hochachtung ab und verdient breite Unterstützung.

Als deutliches Zeichen der Solidarität setzt sich die Angewandte selbst das Ziel durch konkrete Schritte und Beiträge zu den Klimaschutzzielen und zur Bewältigung der bevorstehenden Umbrüche beizutragen. „Die Angewandte macht sich auf den Weg, eine University for Future zu werden“, so Bast. Vier Handlungsfelder identifiziert die Angewandte aus heutiger Sicht:

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REIHE: GUTER ZUKUNFTSJOURNALISMUS

Vollgas oder Scheitern : Auto-Deutschland unter Druck – Film von Torben Schmidt

Deutschlands Autoindustrie ist vom Innovationstreiber zum Getriebenen geworden. Der Fortschritt in Sachen E-Mobilität ist zu langsam, zu zögerlich. Das kann nicht gut gehen. – Beitragslänge: 29 min – Verfügbarkeit: Video verfügbar bis 11.07.2020
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Global Goals Zukunftscamp

8. Nov 2019 · 10-16 Uhr – · Weißenfelser Str. 65 H · 04229 Leipzig – Veranstalter: Social Impact und Deutsche Bank
Wie können wir unsere Potenziale gemeinsam besser nutzen, um die globalen Ziele zu erreichen?
Auf dem Zukunftscamp vernetzen sich Sozialunternehmen, ExpertInnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Wohlfahrt und Studierende. Im Fokus der öffentlichen Veranstaltung steht die Bildung neuer Partnerschaften, um gemeinsam auf die Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele hinzuwirken. Neben kurzen Interviews zu den Fokusthemen: „Klimaschutz“ und „verantwortungsvoller Konsum“ werden an sechs Themen-Tischen Gedanken ausgetauscht und Lösungsideen entwickelt! Mit Sirplus, Einhorn, WZB, Circular Berlin und die Deutsche Meeresstiftung. Das Zukunftscamp ist die Eröffnungsveranstaltung des Global Goals Lab.
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Together 2050 | Lösungen für globale ökologische Herausforderungen: Die Technik als Rettung?

Im Rahmen von SALZBURG 2050, der Klima- und Energiestrategie des Landes Salzburg, setzen das Land Salzburg, die Universität Salzburg sowie die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen nun schon zum dritten Mal das Erfolgsformat rund um Klimaschutz und Nachhaltigkeit „TOGETHER 2050“ fort. Im Fokus steht diesmal das Thema Technik: Welche Rolle spielen technische Lösungen für die Eindämmung des Klimawandels – für Wissenschaft, Unternehmen und die öffentliche Hand? Kann die Klimakrise durch technische Innovation allein überwunden werden? Wann: 24. Oktober 2019, 17:00-20:00 Uhr – Wo: Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen – Keynote: Die Suche nach der Energie von morgen – Eine chemische Perspektive (Vizerektorin Univ. Prof.in Dr.in Nicola Hüsing / Universität Salzburg) – Dann 4 Kurzvorträge – Danach: Moderierte Podiumsdiskussion mit den Vortragenden
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