Wie lebt man heute und wie kann man künftig leben?

Bei Internationalen Bauausstellungen (IBA) werden ganze Städte zum „Live-Showroom“. Wien, als weltweiter Vorreiter im sozialen Wohnbau, wird im Rahmen der IBA_Wien bis 2022 unter dem Motto „Neues soziales Wohnen“ in ausgewählten Gebieten der Stadterweiterung sowie der gebauten Stadt neue Modelle und Verfahren im Zusammenhang mit Themen des sozialen Wohnens erproben. Diese sollen Wien für die Anforderungen der Zukunft fit machen: Leistbarkeit, Mobilität, gute Nachbarschaft und gesundes Wohnen stehen im Mittelpunkt dieser Internationalen Bauausstellung, der „IBA_Wien 2022“.

In diesem Kontext wurde so etwa der Projektidee „Lebensräume“ der IBA-Kandidaten-Status verliehen. Das Projekt Lebensräume möchte Fragen zum Bild vom Leben und dem Raum dafür aufwerfen. Statt „wie wohnt man?“ oder „wie arbeitet man?“ sucht man bei den Lebensräumen Antworten auf die Frage „wie lebt man heute und wie kann man künftig leben?“. IBA_Wien unterstützt die Entwicklung eines konkreten und schließlich auch baufähigen Projektes durch einen Diskussionsprozess, der begleitend und parallel zur eigentlichen Projektentwicklung stattfindet und diese beeinflusst.

Werkstattgepräche – Teil 4: Der Nutzung Raum geben

Dieser Diskussionsprozess hat die Form von fünf „Werkstattgesprächen“, Diskussionsrunden in denen ExpertInnen interdisziplinär zu einem bestimmten Thema diskutieren. Jedes dieser Werkstattgespräche wird aufgezeichnet und auf dem YouTube-Kanal der IBA_Wien veröffentlicht. Um eine breitere Öffentlichkeit einzubinden, kann und soll via Twitter #IBA_Wien und #IBA_Lebensräume oder per E-Mail an feedback@projektlebensraeume.at Feedback gegeben werden.

Nach den Themenstellungen „Wie werden wir leben?“, „Wovon werden wir leben?“ und „Das Quartier als Möglichkeitsraum“ steht der vierte Teil dieser „Werkstattgespräche“ unter dem Titel „Der Nutzung Raum geben“. Dabei sollen etwa gängige Vorstellungen von „Nutzungen“ und scheinbar immer gleichen und nicht mehr zeitgemäßen Patentlösungen in Frage gestellt werden. „Wie könnte in einer Zeit raschen und nicht planbaren Wandels ein neues Raumangebot für die Zukunft aussehen?“, fragt man sich. Oder wie Moderator Michael Kerbler die einstündige Diskussion eröffnet: „Wie nutzungsneutral müssen Raumkonfigurationen zum Beispiel heute gestaltet sein, damit sie möglichst viele Handlungsoptionen zulassen?“. So haben etwa die Architekten und Diskutanten Robert Hahn und Werner Neuwirth das Bauprojekt C21 im Wiener Sonnwendviertel entwickelt, bei dem bis auf eine zentrale Einheit (ein Bad), auf eine vorgegebene Funktionalität des Raums verzichtet wird. Das Gespräch umfasst dabei Themen wie Normierung, Erfahrungen aus der jahrhundertelangen Baugeschichte und Raumaneignung der Nutzerinnen und Nutzer.

Nachdem das Video zur ExpertInnendiskussion am 19.06.2018 veröffentlicht wurde, können eine Woche lang (also noch bis 26. Juni) Kommentare, Anregungen, Widerspruch, Kritik, Fragen, … via Twitter #IBA_Wien und #IBA_Lebensräume oder per E-Mail an feedback@projektlebensraeume.at übermittelt werden.

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Beitragsbild: © IBA_Wien/ J. Fetz

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