Pressekonferenz: 20 Jahre Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z – Hurra wir leben noch!

Anlässlich der nahenden EU-Präsidentschaft unserer Regierung und deren Bekenntnis zur Kreislaufwirtschaft startet das R.U.S.Z. eine Reihe von Veranstaltungen & medialer Aktivitäten.

Der R.U.S.Z-Gründer und Geschäftsführer Sepp Eisenriegler zieht auf einer Pressekonferenz am 17. Mai 2018 Bilanz, weist aber auch auf aktuelle und künftige Herausforderungen hin. Unterstützt wird er dabei vom genialen Reparaturtechniker Lukas Goryczka und
seinem neuen Mitarbeiter Gunther Sackl (Aktion 20.000).

Themen:

+ 20 Jahre Lobbying für Ressourcenschonung auf allen Ebenen als
Pionierbetrieb der Kreislaufwirtschaft und der Gemeinwohlökonomie

+ Waschmaschinen-Tuning, Produkttests, Normenentwicklung parallel zum
täglichen Geschäft & neue Projekte wie die Produkt-Dienstleistung „Saubere
Wäsche“ und Social Franchising.

– Verschrottungsprämien als Anreiz zur Ressourcenvernichtung durch gelenkte
Kaufentscheidungen bedrohen nicht nur Klima & Umwelt, sondern auch die
gesamte Reparatur-Branche als zukunftsträchtigen Jobmotor.

Petition:
Begleiten & unterstützen sie uns bei unserer parlamentarischen Petition „Länger
Nutzen statt öfter Kaufen – Reparatur als Jobmotor und Schutz gegen
Ressourcenvernichtung“.

Außerdem gibt es aktuelle Gründe für die Pressekonferenz:

  • Viele Reparaturbetriebe werden die Auswirkungen der neuen EU-Ordnungspolitik nicht mehr erleben

„Acht Jahre nach der erfolgreichsten PR-Aktion der Hersteller und des Elektrohandels durch falsche Versprechen zur Energieeffizienz sorgen die beiden Schwungräder unseres wachstumsgetriebenen Wirtschaftssystems in geübter, profitträchtiger Solidarität neuerlich für die Bereitschaft von Privathaushalten, sich mit neuen Haushaltsgeräten auszustatten. Auf das Lockmittel Trennungsprämie für angeblich energieeffiziente Geräte folgt die Verschrottungsprämie Zukunftsbonus: WLAN-fähige Waschmaschine, Smart Home-Lösungen und Internet der Dinge heißen die neuen Zauberwörter. Dieses gelenkte Konsumverhalten bringt Anbieter von seriösen Reparatur- und Produktdienstleistungen weiter unter Druck. Schon bisher sind sie doppelt benachteiligt: Einerseits sprechen die Preise von Neugeräten nicht die ökologische und soziale Wahrheit, andererseits ist menschliche Arbeit durch Steuern und Abgaben doppelt so teuer als sie sein könnte“ , meint Eisenriegler. Und: „Seriöse Reparaturdienstleister sind also nicht nur Opfer einer Informationsassymetrie zwischen Herstellern und KonsumentInnen, sondern auch von Staats- und Marktversagen!“

  • Forderungen an die Bundesregierung vor der EU-Ratspräsidentschaft

Deshalb fordert Eisenriegler eine ökosoziale Steuerreform. Bis dahin braucht es eine drastische Senkung der Mehrwertsteuer für Reparaturdienstleistungen und geprüfte Second-Life-Geräte und eine Reparaturförderung wie in Schweden und Graz. An der Überarbeitung des Energieeffizienz-Labels arbeitet er selbst mit. Abschließend erinnert der „Reparatur-Motor“ der Branche die Bundesregierung an ihr Bekenntnis zur Kreislaufwirtschaft im Regierungsprogramm: „Wenn nicht sofort unterstützende Maßnahmen für seriöse Reparaturdienstleister gesetzt werden, gehen nicht nur weitere Betriebe in Konkurs:  Allein zwischen 2005 und 2015 – das waren noch bessere Zeiten! – haben 75 Reparaturbetriebe aus dem Segment E-Geräte zugesperrt und 600 hochqualifizierte Beschäftigte in Österreich ihren Job verloren (Quelle: STATISTIK AUSTRIA). Die gesamte Branche und ihr Reparatur-Knowhow, das aus weit mehr besteht als Teiletausch, sind in Gefahr!“

Pressekonferenz: 20 Jahre Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z – Hurra wir leben noch!
Datum: 17.05.2018, 10:00 – 11:00 Uhr
Ort: „Tatort“ Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z
Lützowgasse 12-14, 1140 Wien, Österreich
http://www.rusz.at
Rückfragen & Kontakt:
Sepp Eisenriegler: +43(0)664 263 0991, sepp.eisenriegler@rusz.at

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