Kurzbericht zur „GN3“

 

Meine Beurteilung der GN3 ist stark inspiriert vom Kairos der seltenen Gelegenheit, die Zielstrebigkeit einer Vielfalt von kritischen alten und jungen Menschen aus der initiativen Zivilgesellschaft mitzuerleben. Vielleicht aber auch von einem Wandspruch in der ARENA –„LOVE MUSIC – HATE FASCISM“!

 

(cooppa, 01.09.2018, Ilse Kleinschuster) Einen Kurzbericht über eine dreitägige und -nächtliche Veranstaltung, an der ich nur zeitweilig teilgenommen hab‘, abzugeben, das ist eine Herausforderung. Das Team von jungen Leuten um Johannes Joey Auersperg, Initiator der GN3, welches hier ehrenamtlich agierte und seine Sache wirklich, wirklich gut machen wollte – und ich meine, auch gemacht hat -, tendierte wohl in erster Linie dazu, mit einem möglichst vielfältigen Rahmen- und Showprogramm möglichst viele junge Menschen anzusprechen. Ob sie mit dem Erfolg zufrieden sein können, wird die Zukunft weisen. Ob diese Veranstaltung Tradition erlangen wird, ich kann’s nicht sagen.

Sehr wohl kann ich sagen, dass es für jene, die sich in einem angenehmen Rahmen informieren, Kontakte schließen und vielleicht auch sich in der Kunst der Kooperation üben wollten, eine gelungene Sache war. Viele Oldies, die die ARENA noch aus ihren wilden Jugendtagen kannten, kamen und freuten sich über ihr langes Überleben, vermutlich haben sich auch einige abends bei guter Musik wieder jung gefühlt. Leider habe ich nicht dazu gehört!

Für das teilweise sehr hochwertige Tagesprogramm gab es zwei Räume, im Freien noch diverse Info-Stände und ein Zelt, in dem sich alle Initiativen zwecks besserer Vernetzung beim Team der Organisation ART-OF-COOPERATION eintragen konnten.

Fritz Hinterberger, Gründer des Sustainable European Research Institute (SERI) zeigte sich dankenswerterweise als Berater sehr hilfreich, und bemühte sich auch für das umfangreiche Programm die entsprechenden Experten aufzufinden und einzuladen.

Im Fokus der Konferenz stand „Unsere Welt im Klimawandel“ – nationale Aufmerksamkeit soll auf diese globale Problematik gelenkt werden. 17 ZIELE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG, UM DIE WELT ZU VERÄNDERN – sie standen zur Diskussion. Hochrangige Fachleute aus den Bereichen der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft und der Umwelt deklinierten sie anhand von abwechslungsreichen Präsentationen durch und luden das Publikum ein, sich näher mit dem Begriff der Nachhaltigen Entwicklung zu befassen. Wenn es stimmt, dass neue Denkansätze auch Wirklichkeiten transformieren, JA dann – sollte diese Konferenz von nachhaltigem Erfolg gekrönt sein. Wichtige Impulse des Wandels wurden dort jedenfalls genügend gesetzt, Vorstellungen einer (wieder) in die Natur und Gesellschaft eingebetteten Wirtschaft sind konkret vorgestellt worden – warten also nur darauf umgesetzt zu werden. Besonders beeindruckend, hinsichtlich unserer Erwartungshaltung war wohl der Auftritt von Frau Em.O.Univ.Prof.Dr. Helga Kromp-Kolb zusammen mit der Freien Abgeordneten z.NR Martha Bißmann zu SDG-Ziel 13 – Massnahmen zum Klimaschutz. Wenn es je gelingen sollte, dass das Anliegen einer Mehrheit von Menschen bald Impulsgeber des Wandels wird, dann liegt es vornehmlich an diesem Auftritt.

„Ohne nachhaltige Entwicklung, kein Frieden – ohne Frieden, keine nachhaltige Entwicklung“ – das ist der Warnruf von Univ.Prof. Dr. Peter Weish und seiner Co-Referentin, der Friedens- und Konfliktforscherin, Marcella Rowek. Das SDG-Ziel 16 – Frieden, Gerechtigkeit und Starke Institutionen wird wohl zur größten Herausforderung für die nachkommenden Generationen. Wir sollten also diesen Warnruf sehr, sehr ernst nehmen, nicht nur indem wir unsere Ziele auf die (moralisch) notwendigen, den Verbrauch der natürlichen Ressourcen, abstimmen. Wir sollten endlich dem WachtumsWAHN eine Absage erteilen und endlich jene Widersprüche erkennen, die der kapitalistischen Wirtschaftsweise innewohnen: Soziale Kämpf sind Grenzkämpfe um Ökologie, gesellschaftliche Reproduktion und politischer Macht.

Es wäre schön, könnte die Obrigkeit in Zukunft diese Art von Konferenzen – zumindest – mit mehr öffentlicher Aufmerksamkeit würdigen – und, ich denke, es sollte dann endlich möglich sein, diese UN-Nachhaltigkeitsziele, die  SDGs, auf Lebensstile der Suffizienz und des „Einfach-gut-leben“ – (vielleicht als Motto für die nächste Wienwochen oder das Donauinselfest!?!) herunterzubrechen.

Wer nicht bei allem was da so geboten wurde dabei sein konnte, der hat Gelegenheit sich den Veranstaltungs-Input in gebündelter und digital aufbereiteter Weise bei Gelegenheit zu geben.

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