cooppa: Neue Mediengenossenschaft für Nachhaltigkeit gegründet

Journalisten und gemeinwohlorientierte Unternehmen als Mitglieder gesucht

(cooppa, Wien/Berlin, 27.03.2018) Die Medienkrise lässt derzeit viele Medienexperimente sprießen. Neue Inhalte, neue Verbreitungsformate, neue Beteiligungsmöglichkeiten für Leser und Nutzer, neue Finanzierungen – viele Ansätze werden von Journalisten und aus der Zivilgesellschaft gestartet. Gestern wurde in Wien die „cooppa Mediengenossenschaft“ gegründet, die sich eine solche Ausrichtung für die Themenbereiche Nachhaltigkeit und Transformation zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft mit Verbreitung im deutschsprachigen Raum vorgenommen hat. Neben dem redaktionellen Aufbau liegt ein weiterer Schwerpunkt der nächsten Wochen in der Einwerbung von Unternehmens-Kunden zur Finanzierung des Genossenschaftsmodells, das Journalisten attraktive Erlösbedingungen für ihre Artikel anbietet. Cooppa ist damit ein Modell der Selbstorganisation eines neuen Journalismus, der sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung und Wirkungsweise bewusst ist.

cooppa organisiert als kooperative Presseagentur die Publikation journalistisch hochwertiger Beiträge (Texte, Fotos und audiovisuelle Formate) über die Aktivitäten seiner Mitglieder und Kunden in zivilgesellschaftlichen Medien und darüber hinaus. Die Idee zur Gründung der cooppa Genossenschaft entstand 2017 beim Pfingstsymposium von GEA und Rückenwind im österreichischen Schrems. Hier war wenige Jahre zuvor der Startschuss für eine neue gemeinwohlorientierte Genossenschaftsbewegung in Österreich ausgegangen. Eine Aufnahmezusicherung für cooppa beim daraus hervorgegangenen Revisionsverband für gemeinwohlorientierte Genossenschaft „Rückenwind“ liegt vor.

Den Vorstand der cooppa Genossenschaft in Gründung bilden der Umweltforscher Fritz Hinterberger (Wien) und der Wissenschaftsjournalist Manfred Ronzheimer (Berlin). Beide verfügen über langjährige Erfahrungen in der Behandlung von Nachhaltigkeitsthemen. Hinterberger gründete das unabhängige Umweltinstitut SERI, das unter anderem viel beachtete Forschungsprojekte zum Ressourcenmanagement durchgeführt hat. Ronzheimer organisierte neben seiner Tätigkeut als freier Journalist auch eine dreiteilige Konferenzreihe über die „Große Transformation und ihre Kommunikation“.

„Die Absicht unseres Medienunternehmens ist es, Themen und Inhalte des gemeinsinnigen Wirtschaftens sowie der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable development goals, SDG) im Sinne eines positiven und konstruktiven Journalismus einer breiten Öffentlichkeit multimedial zugänglich zu machen“, erklärt Journalist Manfred Ronzheimer, der auch als Chefredakteur von cooppa fungiert.

Vorstand Fritz Hinterberger skizziert das Geschäftsmodell: „JournalistInnen werden durch unsere Genossenschaft darin unterstützt, an bezahlte Aufträge in einem gemeinwohlorientierten Zusammenhang und zu gemeinwohlorientierten Themen zu kommen. Und gemeinwohlorientierte Unternehmen und Organisationen unterstützen sich – koordiniert von der Genossenschaft – gegenseitig, ihre Themen und Angebote über ihre eigenen Kreise und Zielgruppen hinaus zu kommunizieren und bekannter zu machen“.

Auf der Webseite von cooppa sind zum Start bereits mehr als 20 Beiträge (Text, Fotos und Videos) online. Außerdem erarbeitet das Team das Konzept eines „Impact-Journalismus“, der durch neue Verbreitungsformate die Wirkung der Medien-Berichte erhöhen will.

Kontakt

Fritz Hinterberger – fritz.hinterberger@cooppa.at
Manfred Ronzheimer – manfred.ronzheimer@cooppa.at

Adresse:
c/o SERI Nachhaltigkeitsforschungs und –kommunikations GmbH
Schwarzspanierstraße 4/4
1090 Wien
Österreich
www.seri.at

3 Gedanken zu „cooppa: Neue Mediengenossenschaft für Nachhaltigkeit gegründet

  • 29. März 2018 um 10:20
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    Glückwünsche!

    Das große Vorhaben kann gelingen, wenn Menschen, ihre Beziehungen und ihr Handeln im Mittelpunkt stehen. Es ist hochinteressant, mit welchen Akteuren und in welchen Netzwerken sich die Zukunft entfaltet. Das Spannungsverhältnis zum dominierenden Neoliberalismus mit seinen psychologischen Raffinessen könnte kaum größer sein.

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  • 29. April 2018 um 20:25
    Permalink

    Danke für die Ermutigung!

    Antwort

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